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Das Abrüsten, welches heuer am 25. Oktober 2003 stattgefunden hat, bildet neben dem traditionellen Ziellanden den vorläufigen Abschluss der Flugsaison. Aufgrund des strahlenden Sonnenscheins aber der niedrigen Temperaturen wurde das Wetter als suboptimal eingestuft und mit den Arbeiten begonnen. Kurz vor 10:00 Uhr trafen bereits die Modellflieger mit ihrem Container vor der Halle ein.

Franz Burian erschien kurz nach 10, um uns mitzuteilen, dass er heute unbedingt auf die Alm müsse und vom Termin nichts gewusst habe, da er ja noch kein Internet hat. Wir sollten deshalb alle schön grüßen und 6 Stunden Arbeitszeit für ihn eintragen.

Rasch wurden die Motorsegler und jene Flugzeuge, die über den Winter aufgerüstet bleiben (beide Blaniks und die B4), aus der Halle geschoben und mit dem Abrüsten des ersten Seglers (DG 101) begonnen. Gleich darauf wurde im Eilzugstempo der Astir auf den Hänger verladen, die Flächen wieder abgeladen, weil ja zuerst der Rumpf rauf muss, wieder aufgeladen und in die Sonne gestellt.

Gleich nach den Plastikfliegern wurden die beiden Ka8 zerlegt, eine wahrlich personalintensive Angelegenheit. Die OE-0653 wurde gleich transportfähig auf den Anhänger verladen, da sie über den Winter nach Ungarn geht und dort grundlegend erneuert wird. Im Frühjahr können wir uns dann auf eine fast neue Ka8 freuen. Die OE-0871 wurde für das Fotoshooting zwecks Verkauf noch einmal sauber geputzt und anschließend auch auf den Anhänger verladen.

Während der Spreisselhaufen im Hangar immer weniger wurde widmete sich Lucki unserem Fuhrpark und absolvierte mit dem 680er und dem Kloasteirer diverse Testfahrten.

Nach den Vereinsfliegern wurden die Privatflugzeuge (Libelle, Phöbus und ASW 15) abgerüstet. Durch die Aussage „Die Libelle is jo a goanz a schena Fliga, oba die Hena san hoit a bissal im Weg“ wurden wir veranlasst, uns Gedanken darüber zu machen, ob wir nicht ein kleines Wörterbuch für den Verein herausgeben sollten. Denn wer hätte gedacht, dass sich der Begriff Winglets über den Wortstamm »Hörner« aus dem Wort »Hena« entwickelt hat.

 

Die Idee, unseren Fuhrpark einer grundlegenden Wäsche bei der Tankstelle Kalthuber zu unterziehen, war ja eigentlich ganz gut. Was den Kurt allerdings zur Aussage »Seit´s deppat« verleitete, war die Tatsache, dass für die Überstellung des silbernen Ex-Transportwagens zum Kalthuber die Nummerntafeln von seinem Firmenauto verwendet wurden.

Zum Schluss wurden noch alle Anhänger und der Container der Modellflieger unter der Anleitung und tatkräftigen Mithilfe von Manfred in die Halle geschlichtet. Und weil das Wetter ja so schön war musste der Grob und die HB noch für zwei Gästeflüge und einem internen Begeilungsflug ausrücken.

So gegen 16:00 Uhr versammelten sich dann alle beim Fuchs und das mitgebrachte Gulasch wurde von Gitta liebevoll erwärmt und mit einem kühlen Blonden bzw. warmen Tee vom Sepp serviert. Als letzter kam der Edi, welcher den ganzen Tag im Dienst war und den Flugverkehr in und um LOXA so koordinierte, dass wir in Ruhe abrüsten konnten.

Durch gemeinschaftliches Denken und Kameradschaft wurden die notwendigen Arbeiten am Saisonende ohne Pannen erledigt, sodass wir im nächsten Jahr unseren Sport wieder sicher ausüben können. Ein Dank geht an alle, die beim Abrüsten tatkräftig mitgeholfen haben.

Bernd Humpl