Grob G 109 b Turbo – Er ist der größte ….!

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Das optimale Schleppgerät für unseren Verein

WICHTIG FÜR GROB 109B PILOTEN! Aktuelle Notfall Checkliste Grob G109
Die Liste gibts hier zum Download als Word-File
(Stand: 12. April 2004)

Der Werdegang unserer G109 b Turbo
Da sich unsere Robin wohl so recht und schlecht bewährt aber nicht gerechnet hat, waren wir auf der Suche nach einer Alternative, die möglichst gleiche Schleppleistungen wie klassische Schleppflugzeuge und vernünftigen Reisekomfort bieten könnte.

Und wir wurden fündig. Bereits seit März 2002 ist der Verein in Besitz einer neuen »Wunderwaffe«. Nach langer Suche fanden wir endlich das optimale Schlepp- und Reisegerät für unsere Verhältnisse. Dem Engagement einiger Vereinsmitglieder haben wir zu verdanken, dass innerhalb kürzester Zeit ein gebrauchter Grob 109 b mit dem bekannten 85 PS Limbach-Motor aufgetrieben wurde.

Es war sich wohl keiner so genau bewusst, wie sich das »Pilotprojekt« entwickeln wird, als wir das Flugzeug im Herbst 2001 nach Mainbullau zu Herrn Rainer Korff zum Umbau brachten.

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Im Vorhinein waren uns nur Eckdaten und nur sehr geringe Erfahrungswerte aus Vorserien-flugzeugen bekannt. Wir wussten, dass Herr Korff einen Motor mit 130 PS Nennleistung aus 2,4 l Hubraum und einigen technischen Highlights auf das Flugzeug schraubt und weiters den Rumpf für den Schleppbetrieb adaptiert, aber das war es schon wieder.

Ende Februar machten sich dann Kurt Tippl und Max Köberl per Auto auf den Weg nach Frankfurt, um die Fortschritte zu begutachten. Sie kamen zwei Tage später begeistert und voller Optimismus wieder zurück.

Und so war es auch kein Wunder, dass sich um die 25 Leute zusammenfanden, um das »Baby« zu begrüßen, als Werner Sölle am 30. März 2002 mit unserem Sprössling in Niederöblarn einschwebte.

Einerseits neugierig aber auch ungewiss begann nach der Motoreinlaufphase der raue Vereinsbetrieb. Das Gerät bewährte sich, und wie!!!

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Mittlerweile sind wir rund 500 Stunden geflogen, bei Temperaturen von + 38° C bis -20° C. Besonders hart hergenommen wurde er sicher im Sommer 2003. Bereits im Mai beim Fliegerlager in Aigen kamen wir im Schnitt auf 25 F-Schlepps und besonders im Juli in Siofok/Ungarn bei Puszta-Verhältnissen (trocken/extrem heiß) konnte er sich beweisen.

Geschleppt wurde von der Ka 8 bis zum Fox und »Offene-Klasse-Flugzeugen« fast alles, und das mit erstaunlichen Leistungen (Bsp: Blanik L 13 doppelsitzig, leichter Westwind, keine Thermik in 13 Minuten [Start-Landung] auf 1200 m).

Auch die Reiseleistung kann sich sehen lassen: Bei 75 % Leistung (36 in. Ladedruck) in 6000 ft 230 km/h TAS. Auch der Verbrauch liegt durchaus in ökonomischen Grenzen: Von 25 l/h (schleppen) bis zu 10 l/h im sparsamen Reiseflug, und natürlich Super plus!!

Ein paar technische Daten
Maximale Leistung/bei Drehzahl: 130 PS / 96 kW / 3000 U/min-1
Hubraum: 2424 ccm
Motorsteuerung: Elektronisches Motormanagement
Treibstoff: min. Super Plus 98 ROZ/AVGAS 100 LL
Zündung: 2 x elektronische Kennfeld-Zündung
Treibstoffpumpen/-druck: Redundant/2 Einspritzpumpen mit 3,5 bar
Kühlung: Flüssigkeitskühlsystem
Propeller: mt-Propeller / elektrische Verstellung
Typ: Zweisitziges Motorsegelflugzeug
Spannweite: 17.4 m
Länge: 8.1 m
Triebwerk: Limbach 2400 DT1
Verbrauch 10.5 l/h – 15 l/h (Reiseflug) bis 25 l/h (Schleppbetrieb)
VNE: 240 km/h
VA: 209 km/h
Vs0: 73 km/h
Vs1: 80 km/h
Lastvielfache: -1.5 … + 4.0
Kunstflug: Nicht erlaubt

 

Für genauere Informationen:

www.limflug.de
www.korff.com
www.g109b-turbo.de

Text von Markus Köberl