Motorsegler HB 23 / OE-9311

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Flügeltüren wie beim Mercedes 300 SL ;-)
Ein leichter Einstieg ist garantiert
Typ: HB 23
Hersteller: HB-Aircraft Industries AG

www.hb-flugtechnik.at

Konstrukteur: Heino BRDITSCHKA

Baujahr: 1988
Geflogene Stunden: 4061 (stand Sept. 2003)
Starts: 10758 (stand Sept. 2003)

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Einige Facts und Technische Daten:
Der HB 23 wird wegen seiner unkomplizierten Bedienung und der hervorragenden Rundumsicht geschätzt.

Bildschirmfoto 2013-02-01 um 16.11.15

Linksammlung:
http://www.wolfgang.lehner.at/pilot_hofkirchen.htm#
http://www.mfu.at/hb23.htm
http://www.fra.at/hb-23.shtml
http://members.aon.at/hoermann/ueberflieger.html (Mitflugmöglichkeiten)

und hier etwas für Modellbauer:
http://www.motorsegler-ig.de/Berichte_BH_23_Hobbyliner_D/body_berichte_bh_23_hobbyliner_d.html

Übrigens wußtet Ihr schon…
daß am 21. Oktober 1973 der Welt erster Motorsegler mit Elektroantrieb seinen Erstflug hatte? Die Firma HB Flugtechnik wurde 1971 in Haid bei Linz/Donau in Österreich gegründet. Der vom Firmengründer Ing. Heino Brditschka entwickelte Motorsegler HB-3, eine unkonventionelle Konstruktion mit Motor hinter dem Cockpit und Propeller hinter der Tragfläche im oberen Leitwerksträger war eines der ersten Produkte der noch jungen Unternehmung. Der üblicherweise verwendete Verbrennungsmotor wurde durch einen Bosch-Gleichstrommotor mit einer Leistung von 13 PS ersetzt. VARTA Nickel-Cadmium Batterien mit einem Gesamtgewicht von 125 kg waren als „Kraftstoff“ an Bord. Der Versuch war erfolgreich, der erste Elektromotorsegler MB-E1 ging zwar nicht in Serie, stellte jedoch unter Beweis, daß der Flug mit Elekroantrieb möglich ist.

Checkliste
Es gibt auch eine umfangreiche Checkliste für unseren HB:

Kontrolle vor dem Anlassen

Parkbremse gezogen
Anschnallgurt angelegt
Treibstoffhahn AUF
Avionik AUS
Steuerung auf Freigängigkeit,
Bremsklappen auf Funktion
Höhenmesser einstellen

Anlassen

NETZ EIN
ZÜNDUNG EIN
KRAFTSTOFFPUMPE EIN
Elektrische Instrumente – Anzeigen überprüfen
Bei kaltem Motor Gashebel zwei bis dreimal betätigen (Einspritzen) dann ca. auf 1/3 Gas stellen.
Bei kaltem Wetter gegebenenfalls CHOKE ziehen.
Propellerbereich frei
Anlasser betätigen
Drehzahl auf ca. 2000 U/min einstellen (Choke gegebenenfalls öffnen bis Motor rund läuft)
Öldruck überprüfen (ist dieser nach 5 Sekunden nicht angestiegen, Motor sofort wieder abstellen, Ursache feststellen)
Bei laufendem Motor einzelne Geräte nach Bedarf einschalten
Ladestrom prüfen (Voltmeter)

Warmlaufen und Abbremsen

Motor ca. 2 Minuten bei ca. 2000 U/min laufen lassen, dann weiteres Warmlaufen bei ca. 2500 U/min bis Zylinderkopftemperatur 130 ° erreicht hat. Bei kaltem Motor kann der Öldruck vorübergehend 5 Bar übersteigen. Beim Abbremsen darauf achten, dass Parkbremse fest ist.
Knüppel neutral
Langsam Vollgas geben
Drehzahl kontrollieren ( 3500 +/- 200 U/min)

Rollen

NIEMALS MIT UNVERRIEGELTEN TÜREN ROLLEN !!!
Die Maschine läst sich durch das mit dem Seitenruder gekoppelte Bugrad gut steuern.
Dir Rollgeschwindigkeit mit der Motordrehzahl regeln.
Die Hauptfahrwerkräder sind mit dem Handbremshebel bremsbar.
Es besteht auch bei einer Vollbremsung keine Überschlagsgefahr.
Beim normalen Rollen möglichst wenig bremsen. Der Knüppel kann beim Rollen losgelassen werden. Rangiert kann die Maschine am besten am Leitwerksträger vor dem Leitwerk werden.
Leicht niederdrücken und nur am Hauptfahrwerk rangieren.

Kontrolle vor dem Start

Beide Türen verriegelt
Angeschnallt
Ruderkontrolle
Treibstoffvorrat
Benzinhahn AUF
Kraftstoffpumpe EIN
Vergaservorwärmung AUS
Abbremsen, Drehzahl 3500 U7min +/- 200 u/min
Motorüberwachungsinstrumente kontrolliert
Bremse lösen

Start und Steigflug

Nach Freigeben der Bremse bei Vollgas Maschine beschleunigen lassen. Dabei Richtung genau einhalten. Bis ca. 75 km/h Knüppel neutral halten. Bei 75 bis 80 Bugrad abheben. Nach dem Abheben auf ca. 100 km/h beschleunigen.
Der Steigflug soll mit 110 km/h , das ist die Geschwindigkeit des besten Steigens, gewählt werden.
Öltemperatur und Zylinderkopftemperatur beachten.
Sollte infolge extremer Außentemperaturen die Öl- bzw. Zylinderkopftemperatur stark ansteigen, sollte man vor Erreichen der höchstzulässigen Temperaturen eine kurzen Horizontalflug mit reduzierter Leistung durchführen.

Nachgewiesene Seitenwindkomponente 20 km/h.

Reiseflug

Der Reiseflug kann je nach Bedarf von 90 km/h – 165 km/h gewählt werden. Die Maschine läßt sich bei jedem Beladezustand auf die gewünschte Geschwindigkeit eintrimmen. Die Treibstoffpumpe kann ausgeschaltet werden.

Verbrauch und Drehzahl für VW-HB-2400 G/2
Geschwindigkeit Drehzahl Verbrauch (Liter/h)

100 2800 11,2
120 3000 13,7
140 3200 14,8
155 3400 17,7
165 3600 19,7

Diese Werte sind Durchschnittswerte bei Normalatmosphäre.
Die empfohlene max. Reisedauerdrehzahl beträgt 3600 U/min.

Abstellen im Flug

Motor ca. 1 Minute im Leerlauf abkühlen lassen
Fluggeschwindigkeit auf ca. 90 km/h reduzieren
Treibstoffpumpe aus
ZÜNDUNG AUS
NETZ AUS
Wiederanlassen wie am Boden!
Sinkflug

Gas zurücknehmen, nach Bedarf bis Leerlauf, Vergaservorwärmung ziehen, oder Motor abstellen. Gegebenenfalls Bremsklappen ziehen.
Landeanflug

Mit ca. 100 km/h (bei starkem Wind entsprechend mehr) anschweben, Benzinpumpe EIN, Bremsklappen nach Bedarf ausfahren. Der Landeanflug kann sowohl mit abgestelltem, als auch mit leer laufendem Motor durchgeführt werden.
Landung

Geschwindigkeit bis zur Mindestgeschwindigkeit reduzieren. Knüppel in üblicher Form durchziehen. Zuerst mit dem Hauptfahrwerk aufsetzen. Bei Verringerung der Geschwindigkeit setzt das Bugrad von selbst auf. Wenn alle 3 Räder am Boden sind, kann nach Bedarf gebremst werden und mit den Seitenruderpedalen gelenkt werden. Nachgewiesene Seitenwindkomponente bei der Landung 20 km/h.
Abstellen – Parken
Maschine, wenn möglich mit dem Bug in den Wind stellen.
AVIONIK AUS
Kraftstoffpumpe AUS
Sämtliche Verbraucher AUS
Leerlauf
Zündung AUS
NETZ AUS
Parkbremse
Treibstoffhahn ZU

Bitte hier downloaden (Microsoft Word Format)

Notfall Checklist HB 23

Daten zusammengestellt von Hans Friedl – DANKE

Ab sofort neu beim HB 23!

hb23_drehzahlHB_propeller

Am 07. 02. 2004 haben wir den HB in Hofkirchen – nach der Motorüberholung und mit Umbau auf den neuen Propeller – abgeholt!
Der Motorsegler steht ab sofort in Niederöblarn für Euch bereit. Folgende Dinge bitte beachten:

  • Ordentlich Warmlaufen lassen! (min. 50 °C!)
  • Den Motor anfangs nicht mit kurzen Hüpfern, sondern mit längeren Flügen (40-60 Minuten) bei Reiseleistung schonend Einlaufen lassen! (die ersten 25 Std.)
  • Wenn sehr kaltes Wetter, Motor vorwärmen! Heizlüfter steht ab Mitte dieser Woche bereit.
  • Der gelbe Sektor am Drehzahlmesser markiert den Bereich von Resonanzen. Diese treten aber etwas unter dem Sektor auf, und verschwinden im letzten Drittel der gelben Sektormarkierung. Diese Schwingungen sind deutlich zu spüren und zu hören, deshalb wie gehabt in diesem Bereich Dauerbetrieb meiden.
  • Normal ist eine hohe Leerlaufdrehzahl im Endanflug von ca. 2000 U/min. Diese Drehzahl ist auch begleitet von ungewohnten hochfrequenten Resonanzen in dieser Phase des Fluges. Am Boden ist die Leerlaufdrehzahl wie gewohnt bei ca. 900 U/min.

Das Fluggefühl ist komfortabler, die Leistungen im Start und im Steigflug sind verbessert, das Flugzeug läuft am Boden und im Flug ruhiger.
Bei Fragen zum Flugbetrieb udgl. stehen Werner Sölle 0676 431 9623 oder Kurt Tippl 0676 747 1010 zur Verfügung.

Viele schöne Flüge wünscht Werner Sölle.